Dachlatten biegen

Letzte Woche haben wir angefangen, die Dachlatten vorzubereiten. Wir haben diese Arbeit bewusst vorgezogen, da das Holz im Spätsommer noch die Chance hat, einigermassen schnell zu trocknen.

Als Ausgangsmateriel standen uns Bretter eines zersägten Eschenstammes zur Verfügung. Der Baum wurde vom Profi selbst im Wald ausgesucht, damit die Holzqualität fürs Biegen stimmt. Die Bretter durfte ich erstmal mit der Kettensäge auf die ungefähre Länge zuschneiden.

Um daraus Latten zu fertigen, mussten wir dann einen ersten Schnitt ungefähr entlang den Jahreslinien des Baumes machen. Anschliessend konnten wir Latten in der jeweiligen Dicke an der Bandsäge abschneiden. Die Latten werden zwar dadurch etwas krumm, das macht aber nichts, da sie ja sowieso gebogen werden.

Nachdem wir ca. 100 Latten geschnitten haben, wurden sie nach Holzqualität sortiert, abgelängt und in drei Durchgängen gehobelt.

Danach haben wir die Latten sortiert und so markiert, wie sie schlussendlich verleimt werden. So kamen sie dann erstmal für ca. einen Tag ins Wasserbad, um danach im Dampfkasten endgültig mit Wasser gesättigt zu werden. Nach mehrstündigem Dampfbad fingen wir dann an, eine Dreiergruppe nach der anderen auf die Biegeformen zu spannen und festzuklemmen.

Anschliessend mussten die Latten für viele Wochen auf den Formen trocknen, bis sie verleimt werden können. Beim Verleimen mussten wir sie mit sehr vielen Klemmen überall gut auf die Form pressen, damit sie gut halten und später keine Unregelmässigkeiten aufweisen.

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